Glücksspiel-Monopol in der EU
17. Mai 2009Glücksspiel-Monopol und Online Glücksspiel in Europa ist aktueller den je. Nachdem vor wenigen Tagen Poker Anbieter Betfair mit einer Klage gegen die Niederlande drohte, mischen inzwischen neben der EU andere Staaten in Europa mit. Die Niederlande hatte den Banken untersagt Einzahlungen bzw. Auszahlungen von ausländischen Glücksspiel Anbietern zu akzeptieren. Mit diesen Maßnahmen wollte die Regierung ihr Glücksspiel-Monopol ausbauen und verfestigen. Diese Regulierungen widerspricht jedoch mehreren EU Gesetzten und Richtlinien. Vergleichbar wären diese Sanktionen mit dem Unlawful Internet Gaming Enforcement Act.
Durch die Beschwerde von Betfair bei der Europäischen Kommission kommen die Niederlande in Bredouille. Durch die Sanktionen für Banken verstößt die holländische Regierung eindeutig gegen das Europäische-Handelsgesetz. Wie die EU mit der Situation umgehen wird, steht leider noch nicht fest, jedoch spricht der aktuelle Stand gegen die auferlegten Sanktionen. Niederlande ist nicht berechtigt diesen Weg ohne die Unterstützung der EU einzuschlagen und muss mit Konsequenzen rechnen.
Der europäische Sprecher für interne Märkte und Services sagte in einem Interview: “Wir sind der Meinung, dass die Holländer direkt gegen unsere Regelungen verstoßen und werden in diesem Fall ermitteln“.
Eigentlich schade das ausgerechnet jetzt die Niederlande so auf das Thema Glücksspiel reagiert. Erst vor kurzen haben Länder wie die Schweiz, Österreich oder Italien beschlossen, liberaler mit Online Glücksspiel umzugehen und die Märkte weiter zu öffnen.
