Casinos vor dem Aus?
30. November 2008Casinos in Deutschland haben es momentan alles andere als einfach. Immer wieder müssen sie Umsatzeinbußen hinnehmen und mit mangelnden Besucherzahlen ihren Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten. Jedoch liegt es in vielen Fällen an den Betreibergesellschaften und dessen schlechter Vermarktung in der Öffentlichkeit. Laut einem Zeitungsartikel der österreichischen Zeitung „Die Presse” soll es in deutschen Casinos in nächster Zeit zu einer Entlassungswelle kommen. Die „Casinos Austria International” Gruppe übernahm vor vier Jahren im Bundesland Niedersachsen zehn Spielcasinos und versuchte diese bis jetzt ohne größeren Erfolg aus einer wirtschaftlichen Krise zu führen. Inzwischen soll ein neuer Tiefpunkt erreicht worden sein und es wird noch einer neuen Lösung gesucht.
Unüberlegtes Handeln und mangelnde Kompetenzen in der Managementebene haben in den letzten Jahren zu Entlassungen von beinahe einem Viertel der Belegschaft geführt. Im Jahr 2004 versucht die CAI sich aktiv in das Casinogewerbe in Niedersachen einzumischen und mitzuwirken, jedoch gingen Pläne und Konzepte bis heute nicht auf. Im Interview gab Karen Krüger, von der CAI bekannt: „Wir haben 120 der insgesamt 460 Beschäftigten beim Arbeitsmarktservice zur Kündigung angemeldet.” Knapp 30% weniger Bruttoeinnahmen seien der Grund für die Kündigungswelle.“
In der Krisenstimmung befinden sich nicht nur Casinos aus Niedersachen, sondern Casinos aus ganz Deutschland klagen über Umsatzeinbußen und Besucherrückgänge. Durch den Glücksspielvertrag in Deutschland erhofften viele Betreiber wieder bessere Zahlen schreiben zu können und ihren Umsatz deutlich stabilisieren zu können. Jetzt heißt es agieren und viele Betreiber arbeiten an Sozialpläne um nicht noch weitere Stellen kündigen zu müssen. Wie sich die Lage in den nächsten Monaten verändern wird, ist momentan reine spekulation. Es wäre jedoch sehr schade, wenn Casinos ihren Betrieb vollkommen still legen müssten.
