bwin mit Prüfung vor dem Fiskus?!
7. August 2009Die Gerüchteküche brodelt wieder einmal in Sachen Sportwetten- und Glückspielanbieter bwin.com. Angeblich sollen Steuervorwürfe in erheblichen Summen auf den Anbieter bzw. das Unternehmen bwin Interactive Entertainment AG erhoben worden sein. Das österreichische Magazin “profil” berichtete in ihrer letzten Ausgabe darüber, dass bwin angeblich noch nie Steuerabgaben in Österreich geleistet haben soll und somit mit Nachzahlung in der Höhe von mehr als hundert Millionen Euro rechnen muss.
Erst vor wenigen Wochen haben die beiden Vorstandsmitglieder Manfred Bodner und Norbert Teufelberger mehrere hunderttausend Euro Gewinne mit dem Verkauf von Aktionenpaketen gemacht. Nach einem Kursfall an der Börse haben sich viel günstiger ihre Aktionen zurück erwerben können. Im Grunde nichts Illegales. Doch das Magazin “profil” hat in ihrem Artikel auch auf diese Geschäftsphilosophie von bwin aufmerksam gemacht. Des Weiteren soll ein Finanzstrafverfahren auf die bwin Interactive Entertainment AG zu kommen.
Diese Anschuldigungen wies bwin in einer öffentlichen Mitteilung komplett von sich. Das Unternehmen wurde bereits in der Vergangenheit immer wieder von Umsatzsteuerexperten und Steuerberater unter die Lupe genommen und es konnten keine Unstimmigkeiten gefunden werden. Auch jetzt bezweifeln die Experten das Steuernachforderung auf bwin zu kommen werden. Durch eine Umsatzsteuerbefreiung ist bwin nicht wie andere Unternehmen verpflichtet die Umsatzsteuer abzuführen, sondern fällt in eine Steuernische.
Wie sich der Sachverhalt darstellt, muss bwin wohl nicht mit Steuernachforderung rechnen. Momentan prüft das Unternehmen, ob sie rechtliche Schritte gegen profil einlegen sollen.
