Betrüger beim Poker im Casino Baden erwischt
21. Mai 2009In der Schweiz ist ein Betrüger im Casino entlarvt worden. Der 54. jährige soll angeblich schwer krank sein und an Konzentrations- und Wahrnehmungsstörungen leiden. Doch nachts waren wie von Zauberhand alle seine Beschwerden verschwunden und der trieb sich in Schweizer Casinos herum. Zwar war er laut medizinischen Unterlagen ein glaubhafter Fall, jedoch konnte seine Krankheit doch nicht ganz so schlimm sein. Weil er nicht mehr arbeiten konnte, kassierte er seit 2001 400.000 Franken Rente.

Dieses Geld investierte er in seine Zocker Karriere. Bei einer Reportage über das Spielcasino Baden wurde der Mann von Reportern von TeleZüri interviewet. In diesem Interview prallte er über seine abendlichen Gewinne von weit über 1000 Franken. Zufällig schaute eine Kripobeamtin die Sendung und stellte Nachforschung über den Spieler an. Sie fand heraus, dass er in Zürich als IV-Bezüger Ali U bekannt war.
Inzwischen sitz Ali in Untersuchungshaft und seine Rentenzahlungen wurden vom Arbeitsamt gestoppt. Mit welchen Konsequenzen er rechnen muss wird wohl ein Richter entscheiden müssen. Der Direktor des Casinos Baden, Detlef Brose, meint: Poker ist sicher das anspruchsvollste Spiel, das in einem Casino gespielt wird. Wer bis zu vier Stunden am Pokertisch sitzt, benötigt sicher eine gewisse Konzentration… Wäre also nichts für einen kranken Menschen.
